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Rekonstruktive Chirotherapie für Sportler

Details und Fallstudien von Dr. med. Matthias Meier

Sportler sind hier eine besondere Gruppe mit besonderen körperlichen und mentalen Anforderungen, die deswegen auch isoliert erwähnt werden muss. So viele Jugendliche haben Potential, sich sportlich so zu entwickeln, dass sie sich in die nationale Spitze hocharbeiten könnten, werden dann aber durch Gelenkschmerzen, Sehnenprobleme, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen u.a. davon abgehalten, ihr Training auf gewohntem Niveau weiterzuführen. Dadurch wird auch die Leistungsfähigkeit nachlassen und das erreichte Niveau verloren gehen. Hierzu muss sich der Sportler fragen, warum die Symptomatik entsteht, und bei anderen Mitsportlern nicht. Es gibt immer einen Grund, und wenn er gefunden und beseitigt wird, kann der Sport in der Regel wieder wie gewohnt ausgeübt werden. Dies ist für einen jungen Sportler von unschätzbarem Wert, da sich dadurch die angestrebte Karriere oder zumindest das gewünschte Training wieder in erreichbare Nähe rückt.

Eine „rekonstruktiv ausgerichtete chirotherapeutische“ Behandlung hat viele Vorteile, die auch Sportler für sich nutzen können und sollten.

Dr. med. Matthias Meier

Zertifizierter Mannschaftsarzt für Leistungs- und Spitzensport

Übungen aus unserem Youtube-Kanal:

Fallstudien von Sportlern

1. Symptomreduktion

Die Behandlung ist ganzheitlich ausgerichtet und soll natürlich immer das Symptom des Patienten verringern oder sogar gänzlich verschwinden lassen. Die Idee dahinter ist aber, dass echte Heilung nur vom eigenen zentralen Nervensystem erreicht werden kann und deswegen, die ganze Wirbelsäule und das Becken in die Behandlung integriert wird, da sie die Umhüllung des zentralen Nervensystems bilden. Wenn die Nerven 100% ihrer Signale an ihr Zielorgan bringen, dann wird dieses Organ/dieser Muskel/dieses Gelenk etc. gesund und leistungsfähig sein. Sobald Symptome auftreten, kann man sicher sein, dass der Nerv, der den symptomatischen Bereich versorgt, nicht mehr 100% der Signale transportiert, sondern an seinem Austritt an der Wirbelsäule entweder einem Druck oder einer Spannung ausgesetzt ist. Beseitigt man diese, so verschwindet in der Regel das Symptom. So sind Struktur und Funktion innig miteinander verbunden und sollten immer als Einheit gesehen und entsprechend behandelt werden.


1. Ein Tennisspieler spürt einen zunehmenden Schmerz am Ellenbogen des Spielarms ohne Trauma und kann die Schläge nicht mehr mit der gleichen Intensität und Präzision ausüben, sodass die Trainingsintensität und damit die Spielqualität nachlässt. Man wird in 100% der Fälle eine Fehlstellung an der unteren Halswirbelsäule finden, da von hier die Nerven stammen, die den Stoffwechsel des Ellenbogens steuern. Ein „Tennisellenbogen“ wird nicht entstehen können, wenn keine Fehlstellungen bestehen. Er wird allerdings verschwinden, wenn man diese beseitigt.

Tennisspieler

Seitliche Röntgenaufnahme eines jungen Mannes mit „Tennis-Ellenbogen“. Die natürliche Halswirbelsäulenkurve (in weiß gezeichnet) ist verloren gegangen, die Halswirbelsäule ist steil, und damit wird mehr Druck auf den unteren Bandscheiben ausgeübt. Man sieht, wie die unteren Bandscheiben der Halswirbelsäule nicht so breit erscheinen wie die oberen. Aus diesen Segmenten stammen die Nerven, die den Ellenbogen versorgen.


2. Ein Nachwuchsspieler im Fußball beklagt bei Sprints immer wiederkehrende Leistenschmerzen, ohne Verletzung. Von den entsprechenden Fachärzten wird kein pathologischer Befund erhoben. In solchen Fällen findet man immer Fehlstellungen des Beckens und der Lendenwirbelsäule. Werden diese adäquat durch Chirotherapie behandelt, so kann der junge Sportler wieder wie gewohnt trainieren und seinen Sport ausführen.

Nachwuchsspieler im Fußball

12-jähriger Fussballspieler, der beim Sprinten immer Leistenschmerzen verspürte. Die jeweiligen Fachärzte fanden keinen pathologischen Befund und rieten dem Jungen zu pausieren oder sich eine andere Sportart zu suchen. In der durchgeführten Röntgenaufnahme sieht man den deutlichen Beckenschiefstand und die Fehlstellung der Lendenwirbelsäule. Die Symptomatik konnte mit wenigen Behandlungen rückgängig gemacht werden, sodass der Junge seinen Sport wieder in vollem Umfang ausüben konnte.

2. Verletzungsprophylaxe

Die Behandlung zielt darauf ab, das zentrale Nervensystem zu stärken, sodass der Körper des Sportlers besser an die Belastungen adaptieren kann. Das hat zur Folge, dass Koordination, Kraft und Ausdauer verbessert werden können. Das kann bereits aufgrund der besseren Stabilität und Nervensignalweiterleitung den Unterschied machen, ob ein Foul eine Kleinigkeit bleibt oder zu einer schweren Verletzung, und damit langen Ausfallszeiten führt.


1. Eine Handballerin wird gefoult und verdreht sich dabei das Knie. Wenn die Nerven, die das Knie versorgen gut funktionieren und frei von Druck sind, kann es bei einer „Distorsion“ bleiben. Wenn der schützende Reflex auch nur diskret eingeschränkt ist, kann das gleiche Foul eine schwere Verletzung des Kreuzbandes, des Meniskus oder der Seitenbänder bedeuten. Eine rekonstruktive Chirotherapie der Wirbelsäule und des Beckens sollte dann durchgeführt werden, wenn Fehlstellungen gefunden werden. Wenn keine bestehen, dann ist auch keine Therapie notwendig.


Junge Frau mit typischen Fehlstellungen (vor und nach Behandlungsserie), die bei einem Leistungssport mit der Gefahr einer Knieverletzung einhergehen. Ein Beckenschiefstand sowie eine Fehlstellung an der mittleren Lendenwirbelsäule werden die Biomechanik und die Koordination negativ beeinflussen. Diese zu reduzieren, wird beides verbessern. Man beachte die deutliche Veränderung der Körperstatik mit Körperschwerpunkt in der seitlichen Aufnahme. Vor der Behandlungsserie fehlte die typische Lendenwirbelsäulenkurve, der Körperschwerpunkt wandert nach hinten. Nach der Behandlungsserie ist die Lendenwirbelsäule aufrecht und in einer physiologischen Kurve. Nebenbei verschwanden Migräne und Menstruationsschmerzen.


2. Ein Speerwerfer, der seine Schulter maximal beansprucht braucht eine gute Nervenversorgung, damit diese Leistungsfähigkeit über Jahre erhalten bleibt. Wenn an der mittleren/unteren Halswirbelsäule Fehlstellungen bestehen oder der Kopf nicht zentriert auf der Wirbelsäule sitzt, kann eine solche Belastung zu einer Verletzung der Schulter führen, trotz guter muskulärer Stabilität. Wenn die Fehlstellungen beseitigt und der Kopf zentriert wird, so sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung stark.

Junger Mann mit typischen Fehlstellungen, wie sie bei Schulterproblemen vorkommen. Eine seitliche Ausrichtung des Kopfes nach rechts mit Dezentrierung sowie eine umgekehrte Halswirbelsäule (weiße Kurve zeigt physiologische Struktur) bedingt einen erhöhten Druck/eine erhöhte Spannung an der Halswirbelsäule sowie den darin enthaltenen Nerven. Aus der unteren Halswirbelsäule stammen Nerven, die den Schulterstoffwechsel und deren Muskulatur steuern. Solche Fehlstellungen prädisponieren zu einer biomechanischen Problematik, die sich im Leistungssport als ein erhöhtes Risiko für eine Schulterverletzung (auch ohne Trauma) manifestieren kann. Daher sollten solche Fehlstellungen, gerade bei Sportlern, möglichst reduziert werden.

3. Rehabilitation

Verletzungen im Sport sind nie gänzlich zu vermeiden, aber eine schnelle Rehabilitation ist für jeden betroffenen Sportler eine der top Prioritäten. Um nach einer Verletzung Gewebe zu regenerieren, muss das zentrale Nervensystem diesen Prozess gut steuern können, und das funktioniert nur über die Nerven, die aus der Wirbelsäule in das verletzte Gebiet ziehen. Fehlstellungen an den betroffenen Wirbelsegmenten wird die entsprechenden Nerven unter Druck/Spannung setzen, sodass der Prozess nicht optimal abläuft und Heilung verzögert werden könnte. Die Beseitigung der Fehlstellung sowie die Stimulierung des zentralen Nervensystems/Balancierung des autonomen Nervensystems wird die besten Voraussetzungen für Geweberegeneration mit sich bringen.


1. Eine 16-jährige Taekwondo-Kämpferin verdreht sich bei einer Landung nach einem Sprung das Knie und zieht sich einen Meniskusriss zu. Sie kann kaum auftreten und das Knie weder ganz strecken noch beugen. Oftmals wird eine Arthroskopie durchgeführt, um die Meniskusoberfläche zu glätten oder den Riss zu nähen. Hiernach kommt meistens eine Rehabilitationsphase von einigen Wochen bis Monaten hinzu, die physiotherapeutisch begleitet werden. Es ist aber auch möglich, bei vorhandener Fehstellung in der Lendenwirbelsäule und des Beckens eine rekonstruktive Chirotherapie durchzuführen. Dies stimuliert Heilung des Meniskusgewebes.

16-järhrige Taekwondo Kämpferin mit Meniskusriss. Man erkennt ein asymmetrisches Becken (rechte Beckenschaufel erscheint schmäler als linke) sowie Fehlstellungen an der Lendenwirbelsäule, aus der die Nerven stammen, die das Knie versorgen. Zudem rechtskonvexe Brustwirbelsäule und umgekehrte Halswirbelsäule, welche in Zukunft der jungen Frau weitere gesundheitliche Einschränkungen verursachen können. Durch die Beseitigung dieser biomechanischen Probleme ist eine Regeneration von Gewebe, auch Menisken, möglich. Von Behandlung zu Behandlung konnte die junge Frau mehr und mehr bewegen und belasten. Nach wenigen Wochen konnte sie wieder joggen, und das ohne Operation.


2. Ein 44-jähriger Mann verspürt beim Krafttraining einen plötzlichen stechenden Schmerz an der unteren Lendenwirbelsäule und kann das Training nicht weiterführen. In der durchgeführten MRT Untersuchung wird ein Bandscheibenvorfall festgestellt. Wenn neurologische Ausfälle wie eine Lähmung bestehen, wird oft zu einer Operation geraten. In diesem Fall entschied sich der Mann zu einer rekonstruktiven Chirotherapie Serie. Es wurden vorher und nachher Röntgenbilder der Wirbelsäule durchgeführt, die eine Veränderung der Struktur darlegen konnten. Das Highlight war, dass die Bandscheibe nach etwa 3 Monaten nachgewachsen war und der Patient wieder schmerzfrei trainieren konnte, ohne Operation und ohne Medikamente.

44-jähriger Sportler mit Schmerzen an der unteren Lendenwirbelsäule, vor allem während des Trainings. Zu sehen ist eine Bandscheibendegeneration an dem untersten Segment sowie eine Fehlstellung der Lendenwirbelsäule von über 10° und begleitendem Beckenschiefstand. Nach einer Therapieserie ist die Lendenwirbelsäule fast begradigt, der Beckenschiefstand fast ausgeglichen und die Bandscheibe hat sich deutlich erholt (Bandscheibenwachstum durch Therapie möglich. Veröffentlicht in: „Clin Case Rep, Volume 11:5, 2021“). Die Funktion des autonomen Nervensystems hat sich ebenfalls deutlich verbessert:

4. Plötzlicher Herztod bei Sportlern

Jedes Jahr kollabieren Sportler (teilweise auch Profis) plötzlich während der sportlichen Betätigung und haben einen Herzstillstand obwohl bei ihnen keine Herzerkrankung im Vorfeld festgestellt worden war. Auch in diesen Fällen ist es möglich, die Ursache des Problems bildlich darzustellen, und wenn vorhanden, auch zu beseitigen, sodass diese Vorfälle nicht mehr vorkommen sollten.

Das zu erklären, erfordert Kenntnisse über die Nervenversorgung des Herzens und die Funktion des autonomen Nervensystems. Die parasympathische Nervenversorgung erfolgt über den Vagusnerv, der die Halswirbelsäule unterhalb des Schädels verlässt und unter anderem zum Herz zieht. Seine Aufgabe ist es, den Herzschlag zu verlangsamen, während die sympathischen Nerven aus der oberen Brustwirbelsäule stammen und die Herzfrequenz zu erhöhen. In beiden Fällen handelt es sich dabei um eine Adaptation des Herzens an seine Anforderungen. Wenn allerdings diese Nervenfasern durch eine Fehlstellung des Schädels oder der Wirbelsäule irritiert werden, ist es möglich, dass sie irritierte Signale zum Herzen senden und dadurch Herzrhythmusstörungen verursachen. Im schlimmsten Fall führt das zu einem Kammerflimmern bzw. einen Herzstillstand. Solche Fehlstellungen und damit einhergehend eine Dysbalance des autonomen Nervensystems sind einfach darzustellen und, erfreulicherweise, auch einfach zu beseitigen, v.a. bei jungen Sportlern, sodass die Gefahr für sie (aber auch für Nicht-Sportler) einen plötzlichen Herztod zu erleiden, dramatisch sinkt.

Herzfrequenzvariabilitätsmessung mit Darstellung eines sympathischen Stresses (links) und Balance des autonomen Nervensystems (rechts)


Röntgenaufnahmen einer jungen Sportlerin mit Herzrhythmusstörungen und den typischen Fehlstellungen an der oberen Brustwirbelsäule, Dezentrierung des Kopfes und einer umgekehrten Halswirbelsäulen-Kurve (normale Kurve in weiß eingezeichnet). Diese Fehlstellungen sind wahrscheinlich auf einen Autounfall zurückzuführen (Knick in der Brustwirbelsäule passt zum Ort des Sitzgurtes, Knick an Halswirbelsäule passt zu einem Auffahrunfall o.ä.). Nach einer Behandlungsserie verschwanden die Herzrhythmusstörungen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Fehlstellungen oftmals keine Schmerzen oder subjektiv wahrgenommene Beschwerden verursachen. Die Betroffenen spüren die Fehlstellungen nicht, sodass eine Messung der autonomen Funktion und ein Röntgenbild der Wirbelsäule auch bei Sportlern (natürlich auch bei nicht-Sportlern) eine propyhlaktische Maßnahme sein kann. Eine Rekonstruktion der Wirbelsäulen-Biomechanik stellt nicht nur eine effektive Therapiemethode dar, sondern funktionier genauso, wenn nicht sogar besser, als präventive Maßnahme für Verletzungen als auch für chronische Erkrankungen. Viele Sportler berichten auch über eine verbesserte Leistungsfähigkeit in ihrer jeweiligen Sportart nach einer Therapieserie, sodass gerade für den Spitzensport, in dem es nicht nur um Gesundheit sondern auch um Verdienst und Karriere geht, eine möglichst gute Biomechanik der Wirbelsäule und des Beckens von großer Bedeutung ist.

Röntgenaufnahmen einer jungen Sportlerin mit Herzrhythmusstörungen und den typischen Fehlstellungen an der oberen Brustwirbelsäule, Dezentrierung des Kopfes und einer umgekehrten Halswirbelsäulen-Kurve (normale Kurve in weiß eingezeichnet). Diese Fehlstellungen sind wahrscheinlich auf einen Autounfall zurückzuführen (Knick in der Brustwirbelsäule passt zum Ort des Sitzgurtes, Knick an Halswirbelsäule passt zu einem Auffahrunfall o.ä.). Nach einer Behandlungsserie verschwanden die Herzrhythmusstörungen.

Referenzen / Publikationen

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